Diagnostik

Neben der Erkennung und Reduktion bzw. Vermeidung von Risikofaktoren ist eine frühe Diagnosestellung entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Besteht Osteoporoseverdacht, dann sollte in erster Linie die DXA-Methode, auch DEXA (dual energy x-ray absorptiometry) zum Einsatz kommen.

 

Eine weitere Methode ist die dreidimensionalen Mikrocomputertomographie (3D-Mikro-CT). Sie ermöglicht erstmals die dreidimensionale bildliche Darstellung der Knochentrabekel und somit eine detailgenaue Untersuchung des osteoporotischen Knochens. Mit Hilfe der 3D-Darstellung ist es möglich, die Knochen bis ins kleinste Detail räumlich darzustellen und sogar den Verlust oder Gewinn an Knochensubstanz  in messbaren Größen darzustellen. 

Obwohl vielfach propagiert, muss eine weitere Methode, die Ultraschalluntersuchung, hinsichtlich ihrer klinischen Aussagekraft und Genauigkeit noch geklärt werden. Dies wird derzeit in groß angelegten Studien untersucht. Das Ultraschallverfahren ist für eine Abschätzung des Osteoporose-Risikos bislang jedoch nicht zur Verlaufskontrolle geeignet. 

 

Eine erniedrigte Knochendichte bestätigt jedoch nicht automatisch die Diagnose einer Osteoporose. Erst bei genauerer Betrachtung des Patienten, seiner Anamnese und seiner Risikofaktoren kann man erkennen, ob sich diese Vermutung einer Osteoporose bestätigt. Wenn dann die klinischen Zeichen, wie Größenverlust und Schmerzen, hinzukommen und in das Gesamtbild passen, dann lässt sich die Diagnose Osteoporose stellen. 

Weitere Verfahren: Knochenmarker und andere Labortests

 

Wird alter Knochen abgebaut und neuer Knochen gebildet, so entstehen Abbauprodukte, die in das Blut und schließlich in den Urin abgegeben werden. Die Abbauprodukte, insbesondere die des Kollagens, werden auch Knochenmarker genannt. Es gibt heute Blut-und Urintests, um diese Produkte nachzuweisen und Aussagen über die Geschwindigkeit des Knochenumbaus zu treffen. Somit kann man auch erkennen, ob und wie die Therapie anspricht. Diese Tests erlauben aber nicht die Diagnosestellung einer Osteoporose und können auch die Knochendichtemessung nicht ersetzen, sie geben aber wichtige Hinweise auf den im Einzelfall vorliegenden Typ der Osteoporose.

Vitamin D - Blutspiegel

 

Eine Studie von Dr. Scharla et al. (Clin Lab 1996;42:475-477) zeigt die jahreszeitliche Abhängigkeit des Vitamin D - Blutspiegels (25-OH-Vitamin D) in Deutschland. Nach dem heutigen Kenntnisstand sollte der Vitamin D – Blutspiegel oberhalb von 30 - 50 ng/ml bzw. 75 – 100 nmol/l liegen. Ein Vergleich mit den Ergebnissen von Dr. Scharla macht deutlich, dass die untersuchte Altersgruppe (50-80 Jahre) nur in den beiden Monaten August und September eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 erreicht wird – und das auch nicht bei allen Probanden. Man muss deshalb davon ausgehen, dass besonders bei Patienten mit Osteoporose eine zusätzliche Supplementation mit Vitamin D – Präparaten notwendig ist. Eine Überprüfung des Vitamin D – Blutspiegels vor und während der Therapie ist deshalb zu empfehlen.

 

Risikotest der DVO

Bestimmen Sie Ihr Osteoporoserisiko:

Möchten Sie sich einer Osteoporose-Abklärungs-Untersuchung unterziehen?

 

Zum Risikotest der DVO ...