Onkologie

Seit 2012 versteht sich anwerina auch als kompetenter Partner in der Onkologie und fokussiert sich auf den Vertrieb von generischen, nach deutschen Qualitätsstandards hergestellten Arzneimitteln, insbesondere für Patienten mit Knochenmetastasen.

Knochenmetastasen bringen die Knochen aus dem Gleichgewicht. Prostata- und Mammakarzinom, multiples Myelom sowie Lungen- und Schilddrüsenkrebs sind Krebserkrankungen mit der häufigsten Metastasierung in den Knochen. Das bedeutet, dass sich Krebszellen über Blut- und Lymphgefäße ausbreiten und im Knochen ansiedeln. Knochenmetastasen können skelettbezogene Komplikationen, wie z. B. Knochenschmerzen, Frakturen oder Hypercalcämie (= unkontrolliertes Freisetzen von Calcium), verursachen. Grund für diese Komplikationen ist eine von den Metastasen ausgehende Stimulation der Knochenzellen. Dieser tumor-induzierte Verlust an Knochenmasse vermindert relativ schnell die Stabilität des Knochens und erhöht damit das Risiko für Frakturen.

Eine Untersuchung mit niedergelassenen internistischen Onkologen zum Stellenwert einer Calcium/Vitamin D-Supplementation bei antiresorptiver Therapie mit Zoledronsäure oder Denosumab zeigte folgendes Ergebnis:

  • Die Notwendigkeit von Calcium/Vitamin D Supplementation ist den behandelnden Ärzten nicht immer bekannt. Eine Supplementation wird eher ausnahmsweise durchgeführt. Supplemente werden auch nur bei geringen Blut-Spiegeln oder auf Patientennachfrage gegeben.
  • Die Verordnung von Supplementen erfolgt teils auf Kassenrezept, auf grünem oder blauem Rezept oder es gibt nur eine Empfehlung.
  • Patienten besorgen sich in der Regel selbst Supplemente. Teils auch Abgabe von Mustern durch Arzt. Folgeverordnungen unterbleiben teilweise.


FAZIT
: Die Supplementation von Calcium/Vitamin D im Rahmen der antiresorptiven Therapie mit Zoledronsäure oder Denosumab hat aktuell bei den behandelnden Ärzten einen geringen Stellenwert. Eine Rationale für die Supplementation wird nicht von allen Ärzten erkannt und eine Supplementation unterbleibt in der Regel. (EMPHASIS Studie 3465).